Forschung Grundlagen Kapitel 1-2
Kapitel 1: Grundlagen der Homöopathie
Wie die Schulmedizin beruht die Homöopathie auf exakter Beobachtung. Die Art der Beobachtung und die Vorgehensweise in der Homöopathie sind aber derart anders als in der Schulmedizin, dass nur die Kenntnis der wichtigsten Grundlagen der Homöopathie erlaubt, sich einigermassen ernsthaft mit der Forschungsproblematik, der Interpretation der bisherigen Forschungsergebnisse und der Planung zukünftiger Forschungsprojekte in der Homöopathie auseinander zu setzen. Beilage 1 gibt einen Ueberblick über die Grundlagen der Homöopathie.
Kapitel 2: Forschungsproblematik in der Homöopathie
In Kenntnis der Grundlagen der Homöopathie lassen sich im Hinblick auf ihre Erforschung und Evaluation folgende Schwierigkeiten und Probleme ableiten: Schulmedizin und Homöopathie sind zwei grundverschiedene Systeme, in denen die Begriffe von Gesundheit und Krankheit anders definiert, und in denen die Arzneitherapie, angefangen von der Arzneiherstellung, über die Arzneimittelprüfung, die Art und den Bereich ihrer Anwendung, bis hin zum Therapieziel, jeweils völlig anders strukturiert sind. Die Homöopathie ist eine eigenständige Heilwissenschaft, die nicht auf ein ihr fremdes Forschungsverständnis reduziert werden kann, ohne dabei ihr Wesen aufzugeben. Die Schulmedizin beurteilte bisher die Homöopathie nur nach ihrem eigenen wissenschaftlichen Vorverständnis, das in der offiziellen medizinischen Lehrmeinung begründet und von deren wissenschaftstheoretischen Voraussetzung geprägt ist. Der etablierten medizinischen Lehrmeinung und Forschung fehlen die wissenschaftlichen Voraussetzungen, um die Homöopathie und deren Heilwirkung, die sich nicht im Bereich der konventionellen Biochemie und Pharmakologie, sondern in feinstofflich-qualitativen Bereichen der Natur bewegt, zu beurteilen. Das strenge Individualisationsprinzip der klassischen Homöopathie verweigert eine Standardisierung der Arzneitherapie und Typologisierung der Krankheiten zu generell anwendbaren, überindividuellen, klinisch-diagnostischen Kategorien (RIGHETTI 1988). Jeglicher Versuch, die Homöopathie der ausschliesslichen Observanz der Schulmedizin auf Wissenschaftlichkeit zu unterwerfen, muss deshalb scheitern, insbesondere wenn es um die Frage nach Möglichkeiten und Nutzen der Homöopathie in der medizinischen Grundversorgung geht. Ausgehend vom Individualitätsprinzip gibt Beilage 2 (RIGHETTI 1988: S.40-45) einen Einblick in die Schwierigkeiten, die durch die Besonderheiten der Homöopathie für ihre experimentelle und klinische Forschung resultieren. Die Unterschiede im Stellenwert der mit konventioneller Methodik erzielten Forschungsergebnisse in Schulmedizin und Homöopathie werden dabei ebenso ersichtlich wie die Schwierigkeiten in der Uebertragbarkeit gängiger Forschungsansätze, insbesondere der kontrollierten, randomisierten Doppelblindstudie. Derartige Ansätze verunmöglichen eine homöopathische Behandlung unter natürlichen Praxisbedingungen.
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Autor: Jenni -- 05.07.2008; 11:31:43 Uhr
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