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Understanding the complexity of our patients: the neurobiology of our intuition

Prof. Dr. J. Bauer

 

Die Art und Weise, wie wir bei der Anamnese hinhören, beeinflusst die Art unseres Patienten, seine Probleme darzustellen. Wir brauchen das 3. Ohr, die Intuition, um wichtige, non verbale Signale wahzunehmen. Die Intuition basiert auf den Spiegelneuronen. Diese werden aktiviert bei der Beobachtung eines anderen Menschen. Es ist das neuronale System der Empathie, womit wir empfinden können, was andere Menschen empfinden (z.B. Übelkeit, wenn jemand anderes erbricht). Spiegelneuronen werden sofort aktiviert und sind gekoppelt mit der Mimik der anderen Person. Somit ist es notwendig, von Zeit zu Zeit vom Laptop oder Notizblock aufzuschauen! Als Zuhörer nehmen wir das „Imago“ einer Person wahr, machen uns Gedanken über Antipathie/Sympathie, über die Prognose unseres Patienten, seine Chancen im Umgang mit seiner Krankheit etc. Alle diese Gedanken nimmt der Patient – unbewusst – über seine Spiegelneuronen wahr. Ebenso macht sich der Patient ein Bild des Arztes, welches wiederum vom Arzt wahrgenommen wird und wir z.B. als Vertrauen in uns und unsere Fähigkeiten empfinden.

Buch des Autors: Joachim Bauer: „Warum ich fühle, was du fühlst.“

 

Barbara Bichsel

 



Autor: Jenni -- 26.09.2009; 21:38:13 Uhr

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